Mode & Nachhaltigkeit im Museum

Unbeauftragte Werbung // enthält PR Samples 

Kann Mode nachhaltig sein? „Fashioned from Nature“ ist eine aktuelle Ausstellung, die sich dieser Frage widmet und auf die ich mich dieses Jahr besonders gefreut habe. Im Juli konnte ich sie mir endlich im Victoria & Albert Museum in London anschauen. Inhalt der Ausstellung: „300 wunderschöne, faszinierende und beunruhigende Objekte unterstreichen die Abhängigkeit der Mode von den Reichtümern der Natur für Inspiration, Energie und Rohstoffe, um unseren Wunsch nach Vergnügen und Neuheit zu befriedigen. Die Ausstellung zeigt 400 Jahre Mode und fragt, was wir aus den Modepraktiken der Vergangenheit lernen können.“

_DSC9393_DSC9421_DSC9400

Meine Aha-Momente in der V&A Ausstellung „Fashioned from Nature“

#1: Taschen aus Schlangenleder oder Mäntel aus Chinchillafell kennen wir und leider verkaufen sie sich auch heute noch gut. Mir war aber nicht bewusst, wie weitreichend ab dem 19. Jahrhundert exotische Tiere als Ressource für Mode herhalten mussten, einfach um die Lust auf das Besondere zu befriedigen. Zu sehen sind ein mit mehr als 5.000 grünen Käferflügeln verziertes Kleid (ca. 1868), ein Mantel aus schwarzem Affenfell (ca. 1930) oder Ohrringe mit Vogelköpfen (ca. 1875). Aus Protest dagegen entstanden Mitte des 19. Jahrhunderts in UK die ersten Tierschutzorganisationen.

#2: Die Suche nach innovativen Stoffen für die Modeindustrie war schon vor 1900 in vollem Gange. Während ich Pinatex (aus Ananasblättern) als relativ neue, vegane Alternative zu Leder kenne, ist ein Kleid von 1828 (!) zu sehen, das aus einer Ananasfaser-Seiden-Mischung gefertigt wurde. Auch spannend: Für Stoffe mit gesponnenen Glasfasern wurden in den 1830er Jahren Patente in Europa angemeldet. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden gesponnene Glasfasern als ethische und kostengünstige Alternative zu Seide und echten Federn beworben.

#3: Umweltfreundliche und nachhaltige Stoffe gibt es mittlerweile einige. Neu für mich waren die ausgestellten Materialien Vegea (Weinleder), Orangenfaser (erstmalig von Ferragamo für die F/S Kollektion 2017 verwendet) oder Mycelium (Pilzleder).

Wenn Ihr ein paar Bilder von meinem Besuch der Ausstellung sehen möchtet, findet Ihr diese in meinen Instagram Stories Highlight V&A. Und falls Ihr Euch die Ausstellung lieber selbst anschauen wollt: „Fashioned from Nature“ läuft noch bis zum 27. Januar 2019 im Victoria & Albert Museum in London._DSC9424greenlooksgreat-museum-sustainable-fashion_DSC9459Neben dem V&A zeigen auch andere Museen Ausstellungen zur komplexen Beziehung zwischen Mode und Nachhaltigkeit.

Für 2019 stehen schon mal diese zwei Ausstellungen zu Sustainable Fashion auf meiner „Must-See“ Liste:

#1: Fashion For Good Experience. Dauer-Ausstellung. Amsterdam. Fashion For Good Gebäude. Auf drei Etagen wird gezeigt, wie unsere Kleidung heute hergestellt wird, welche Technologien unsere Mode in Zukunft prägen werden und wo Konsumenten Alternativen zu Fast Fashion finden. Bei der Ausstattung des im Oktober 2018 eröffneten Museums wurden viele innovative nachhaltige Materialien verwendet.

#2: Fast Fashion – Slow Fashion. 6. September 2019 bis 19. Juli 2020. Berlin,  Museum Europäische Kulturen. Die Ausstellung will auf die dramatischen Folgen von Fast Fashion aufmerksam machen. Junge Berliner Fashion Labels zeigen mit umweltschonenden Alternativen neue Wege auf.

Habt Ihr vielleicht noch weitere Tipps?

_DSC9209
Lässig, schick und ein bisschen arty: der passende Look für die nächste Vernissage.
_DSC9417 (1)
Rot & Samt: Was für eine Hammer-Kombi! Die Ankle Boots von Nine To Five sind für mich ganz klar die Stars dieses Outfits. Super bequem sind sie mit den breiten 5cm Absätzen übrigens auch.
_DSC9323
Dass ich mal Culotte trage, war für mich bis vor Kurzem genauso unrealistisch wie zwei Wochen Zelten. Zum Einen weil ich so klein bin und dachte, Culottes können nur große Frauen tragen. Und zum Anderen, weil ich mir nicht sicher war, ob der Culotte Trend länger anhält. Aber diese Culotte von KOKOworld ist einfach so cool und vielseitig, dass ich sie sicher auch noch in einigen Jahren tragen werde. Trend hin oder her!
_DSC9360 (1)
Die klassische weiße Bluse von lana besteht aus dem nachhaltigen Material Tencel – für ein super angenehmes Tragegefühl und ein gutes Gewissen.
_DSC9334 (1)
Noch so ein Hingucker-Teil! Dass ich in die pinke Clutch von Alexandra Svendsen verliebt bin, habe ich Euch ja schon in Slow Fashion Lieblinge für den Herbst verraten.
_DSC9446
Style Summary:
Bluse** „Loreia“ von lana // Material: 100% Lyocell/Tencel // fair produziert  // **für’s Shooting geliehenes PR Sample
Culotte* „Stripes“ von KOKOworld // Material: 100% Leinen // fair produziert in Polen // *PR Sample
Clutch** „PUREA“ von Alexandra Svendsen // Material: zertifiziertes Naturleder aus Deutschland (Naturleder IVN, Biokreis, ECARF), pflanzlich gegerbt, schwermetallfrei gefärbt // handgefertigt in Deutschland // **für’s Shooting geliehenes PR Sample
Ankle Boots** „#strand red velvet“ von Nine to Five // Material: Samt, Microfaser, Toflux Gummi // fair produziert in Portugal // **für’s Shooting geliehene PR Sample

Alles Liebe, Mary xx

Photo credit: Renata Z-P

Photo Location: Museum für Angewandte Kunst Frankfurt

Quelle: Book „Fashioned from Nature“

Mary

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.